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Was ist Agentic Commerce – und ist Ihr Onlineshop bereit dafür?

Ein KI-Agent kauft im Auftrag eines Konsumenten in einem Onlineshop ein

Agentic Commerce bezeichnet den Einkauf durch autonome KI-Agenten wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity, ohne dass ein Mensch jeden Schritt begleitet. Der Agent sucht, vergleicht und kauft im Auftrag des Konsumenten. Ob Ihr Onlineshop dabei überhaupt berücksichtigt wird, entscheidet sich an drei Voraussetzungen – dazu weiter unten mehr.

Wie kaufen KI-Agenten überhaupt ein?

Ein KI-Agent kauft nicht wie ein Mensch. Er öffnet keine Website, scrollt nicht durch Kategorien und lässt sich nicht von einem Banner überzeugen. Stattdessen greift er über strukturierte Schnittstellen und offene Protokolle direkt auf Produktdaten zu, vergleicht sie und schliesst den Kauf ab.

Fünf Protokolle prägen diesen Ablauf:

ACP (Agentic Commerce Protocol)

Ein offener Standard, der es Agenten erlaubt, Kaufprozesse direkt abzuwickeln, angebunden an Checkout- und Zahlungsanbieter.

UCP (Universal Commerce Protocol)

Ein Standard, der Produktdaten so strukturiert, dass sie von unterschiedlichen Agenten einheitlich gelesen werden können.

MCP (Model Context Protocol)

Die technische Grundlage, über die KI-Modelle kontrolliert auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreifen.

AP2 (Agent Payments Protocol)

Ein offener Standard, der es Agenten erlaubt, Zahlungen im Auftrag des Konsumenten sicher und autorisiert auszulösen.

A2A (Agent-to-Agent Protocol)

Ein Standard für die direkte Kommunikation zwischen Agenten, über den etwa ein Assistent-Agent und ein Händler-Agent Anfragen, Angebote und Bestätigungen austauschen.

Protokoll-Übersicht

Für Sie als Shop-Betreiber bedeutet das: Nicht das schönste Schaufenster gewinnt, sondern der Produktkatalog, den ein Agent zuverlässig lesen, verstehen und als vertrauenswürdig einstufen kann.

Warum ist das jetzt relevant?

Die Infrastruktur für Agentic Commerce entsteht nicht in einigen Jahren – sie entsteht jetzt. Grosse Handelsplattformen und Zahlungsanbieter haben begonnen, ihre Onlineshops und Produktkataloge für KI-Agenten zu öffnen.

Das Problem dabei: Wer heute nicht agent-ready ist, verliert nicht an Qualität – aber an Sichtbarkeit. Ein Agent, der drei vergleichbare Produkte findet, aber nur zwei davon zuverlässig lesen und verifizieren kann, wird das dritte schlicht nicht vorschlagen. Für den Konsumenten existiert es in diesem Moment nicht.

Und anders als bei klassischer Suchmaschinenoptimierung gibt es hier keine zweite Seite, auf der man noch gefunden wird. Der Agent trifft eine Auswahl – oft nur eine einzige Empfehlung. Wer nicht in dieser Auswahl ist, findet nicht statt.

Das ist die eigentliche Dringlichkeit: Es geht nicht darum, einen Trend früh mitzunehmen. Es geht darum, nicht unsichtbar zu werden, während sich das Kaufverhalten verschiebt.

Woran erkenne ich, ob mein Onlineshop agent-ready ist?

Ein kurzer Selbstcheck. Bei jeder Frage, bei der Sie zögern, liegt ein Ansatzpunkt – kein Urteil.

  • Sind Ihre Produktdaten strukturiert hinterlegt (Schema.org, saubere, vollständige Attribute) oder liegen sie nur als Fliesstext und Bild vor?
  • Haben Ihre Produktbilder einen nachvollziehbaren Herkunftsnachweis (zum Beispiel C2PA), oder könnten sie von einem Agenten als potenziell irreführend oder nicht verifizierbar eingestuft werden?
  • Entsprechen Ihre Bilder den geltenden Vorgaben, etwa dem EU AI Act zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte?
  • Ist Ihr Shop technisch für Agenten und Crawler zugänglich, oder blockieren robots.txt-Regeln oder eine rein JavaScript-basierte Darstellung den Zugriff unbeabsichtigt?

Je öfter Sie zögern, desto grösser der blinde Fleck – und desto grösser die Chance, die in der Behebung liegt.

Was sind Beispiele für AI-to-AI Commerce?

Stellen Sie sich vor, ein Konsument bittet seinen persönlichen KI-Assistenten: «Finde mir ein Geschenk für unter 100 Franken, lieferbar bis Freitag.» Der Assistent fragt bei mehreren Händler-Agenten gleichzeitig Preis, Verfügbarkeit und Lieferzeit ab, gleicht sie ab und schliesst den Kauf beim passendsten Anbieter ab – ohne dass der Konsument je einen Onlineshop besucht.

Auf der anderen Seite steht Ihr Shop-Agent, der diese Anfrage beantwortet: Er liefert strukturierte Produktdaten, geprüfte Bilder und verlässliche Verfügbarkeiten zurück. Findet dieser Dialog zwischen den Maschinen nicht statt – weil Ihre Daten unvollständig oder Ihre Bilder nicht verifizierbar sind – fällt Ihr Produkt aus der Auswahl.

Sichtbarkeit entscheidet sich damit nicht mehr nur im Moment, in dem ein Mensch auf «Kaufen» klickt, sondern schon im Gespräch zwischen zwei Agenten, das der Mensch nie zu sehen bekommt.

Die drei Voraussetzungen für Agentic Commerce

Damit Ihr Onlineshop für Agenten sichtbar und wählbar wird, braucht es drei Dinge:

  1. 1

    Strukturierte Produktdaten

    Maschinenlesbar, vollständig, standardisiert (Schema.org, saubere Attribute).

  2. 2

    Konforme Bild-Assets

    Mit Herkunftsnachweis (C2PA), EU-AI-Act-konform, ohne irreführende Darstellung.

  3. 3

    Technische Zugänglichkeit

    Offene Schnittstellen, Crawler-Freigabe, Anbindung an die relevanten Protokolle.

Die erste und dritte Voraussetzung sind vielen aus der klassischen technischen Optimierung vertraut. Die zweite – konforme, verifizierbare Bild-Assets – ist neu und wird am häufigsten übersehen. Genau hier setzt Product Asset Studio an.

Klassischer Onlineshop vs. agent-ready Onlineshop

MerkmalKlassischAgent-ready
ProduktdatenFliesstext, uneinheitlichStrukturiert, Schema.org
Bild-HerkunftNicht nachvollziehbarC2PA-Manifest, EU-AI-Act-konform
AuffindbarkeitFür Menschen optimiertFür Menschen und Agenten optimiert
Sichtbarkeit bei AgentenZufällig bis nicht vorhandenPlanbar

Die Lösung: Product Asset Studio

Von den drei Voraussetzungen ist eine besonders anspruchsvoll – und wird am häufigsten unterschätzt: konforme, verifizierbare Bild-Assets in der Menge, die ein realer Produktkatalog verlangt.

Product Asset Studio übernimmt genau diesen Teil. Aus einem einzigen Produktbild entsteht ein vollständiges, geprüftes Asset-Set – jedes Bild mit einem Fidelity-Score bewertet und mit einem C2PA-Herkunftsnachweis versehen. So werden Ihre Produktbilder nicht nur für Menschen ansprechend, sondern für Agenten nachvollziehbar und vertrauenswürdig.

Das ist die Bild-Asset-Seite der Agent-Readiness – automatisiert, konform und skalierbar.

Product Asset Studio entdecken

Fazit

Agentic Commerce ist kein Zukunftsszenario, sondern eine Infrastruktur, die bereits entsteht. Onlineshops, die heute nicht agent-ready sind, verlieren nicht an Qualität – aber an Sichtbarkeit, dort wo zunehmend Kaufentscheidungen fallen. Der erste, oft übersehene Schritt beginnt bei den Produktbildern.

TL;DR

  • Agentic Commerce bedeutet Einkauf durch autonome KI-Agenten (ChatGPT, Gemini, Perplexity), ohne menschliche Einzelschritte.
  • Agenten wählen oft nur eine Empfehlung – wer nicht agent-ready ist, findet nicht statt.
  • Ein agent-ready Onlineshop braucht drei Dinge: strukturierte Daten, konforme Bild-Assets, technische Zugänglichkeit.
  • Product Asset Studio liefert die Bild-Asset-Seite: geprüfte Assets mit Fidelity-Score und C2PA-Nachweis.

Remo Girard

Co-Founder von LumAIa

Remo Girard ist Co-Founder von LumAIa und CEO von iundf Dewave, einer Schweizer Digital- und KI-Transformationsagentur für KMU. Er beschäftigt sich seit Jahren mit E-Commerce, Custom-AI-Lösungen, GEO/AEO und dem agentischen Web und begleitet Schweizer Unternehmen beim Übergang zu KI-gestütztem Marketing und Commerce.